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Wie du dein Selbstvertrauen beim Werfen steigerst

Um mit mehr Selbstvertrauen zu werfen ist es zunächst wichtig, dass du dich davon befreist treffen zu MÜSSEN!

Achte dabei immer auf eine positive Körpersprache, sonst signalisierst du deinem Gehirn, dass etwas nicht stimmt – dann bekommst du unnötigen Stress. Wenn dein „Mindset“ stimmt, hast du die perfekte Basis für viele gute Wurfwiederholungen.

„Positive Körpersprache mit vielen guten Wiederholungen sind die perfekte Basis!“

Denn Selbstvertrauen entsteht vor allem auch durch die Sicherheit, die du im Training gewinnst. Auf möglichst viele Wiederholungen mit hoher Qualität kommt es an. Und natürlich auch darauf, was du im Training schon erreicht hast (z.B. wieviel Prozent deiner Würfe von einer bestimmten Position triffst du?)!
Weiterhin ist es wichtig, dass du dich nicht nur darauf reduzierst ein Werfer zu sein. Natürlich ist es wichtig, dass du dich mit der Rolle des Werfers identifizierst. Du kannst also ein Spezialist sein – Werfen ist deine Stärke.
Aber wenn du dich zu sehr auf dieser Stärke ausruhst, kann dein Selbstvertrauen, wenn du mal einen schlechten Tag erwischst, relativ
schnell auch nach unten gehen.

Es ist also wichtig darauf zu achten, dass du z.B. auch in der Verteidigung deinen Beitrag leisten kannst. Je besser du deine anderen Stärken kennst, desto eher behältst du dein Selbstvertrauen und weißt dann, dass du deinen Wurfrhythmus wiederfinden wirst aber in der Zwischenzeit trotzdem für deine Mannschaft produktiv bist.

„Welche Stärken hast du noch, neben dem Wurf?“

Blöcke stellen, Rebounds, Pässe, Mitspieler motivieren…? Werde dir bewusst, wo genau deine Stärken sind. Gehe ins Detail. Ich mache dir einige Beispiele anhand des Thema‘s Verteidigung: Du bist ein guter Verteidiger? Was genau ist deine Stärke? Eins-gegen-Eins Verteidigung? Gegen den Dribbler oder beim Close out? Deny Verteidigung? Im Low Post oder am Flügelspieler? Du bist gut auf der Helpside? Nur bei der ersten Hilfe oder bist du auch gut beim
Rotieren?
Ich glaube du hast die Idee verstanden. Beim Werfen ist es übrigens genauso:

„Kennst du deinen „Sweetspot“?“

Wo genau ist deine Lieblingsposition? (In USA nennt man das auch den „Sweetspot“). Wirfst du gut aus der Mitteldistanz oder Dreier oder beides? Wirfst du lieber aus dem Dribbling oder aus dem Catch-and-Shoot. Kannst du auch gut werfen, wenn du dich erst mit Hilfe eines Blocks befreien musst? Bist du ein guter Freiwerfer?

„Die Warm-Up Phase ist wichtig!“

Damit du vor dem Training und vor allem vor dem Spiel schon mit hohem Selbstvertrauen startest, ist der Warm-Up für dich als Shooter besonders wichtig. Die richtig guten Werfer sind immer schon vorher in der Halle. Als Trainer kann ich meistens auch ohne die Stats des Gegners gut herausfinden, wer die Shooter des Teams sind. Denn die sind meistens schon früher in der Halle und nehmen konzentriert ihre Würfe.

„Sei vor allen anderen da!“

Wenn du der erste bist, der auf den Korb wirft, hast du nicht nur die Möglichkeit schon vorab mehr Würfe zu nehmen, als andere Spieler.
Du hast vor allem auch mehr Zeit und Raum für deine eigene Warm-Up Routine. Beginne nah am Korb und konzentriere dich auf dein Handgelenk.
Hol dir das Selbstvertrauen und dein Wurfgefühl erst aus der Nahdistanz und arbeite dich dann langsam raus zur Dreierlinie. Konzentriere
dich auf deinen Rhythmus. So bist du schon in einem ganz anderen Zustand, bevor manch anderer überhaupt erst das Feld betritt. Auch Freiwürfe kannst du besser üben, wenn noch nicht alle Mitspieler am Korb sind.

„Mach dich mit der Korbanlage vertraut!“

Vergiss auch nicht einige Würfe mit Brett zu nehmen und mache dich mit der Korbanlage vertraut. Sind Bretter und Ringe eher weich oder
hart. Manchmal sind Körbe auch etwas unterschiedlich. Schau dir auch den Korb an, auf den ihr in der zweiten Halbzeit spielt. Sollte der
etwas anders sein, erlebst du beim Warm-Up in der Halbzeit keine Überraschung mehr.

„Wenn du dich wohl fühlst in der Halle, hilft das auch deinem Selbstvertrauen.“

Schau dir auch die Linien in der Halle an. Manchmal sind viele Linien da und es hilft, sich zu orientieren. Schau dich in der ganzen Halle um.
Verschaffe dir ein Gefühl für die räumlichen Begebenheiten. In großen Hallen wirkt die Korbanlage manchmal anders als in kleinen Hallen.
Schaue auch, wo die Anzeigetafel und die 24 Sekunden Anlage steht. Du triffst später bessere Wurfentscheidungen, wenn du die Uhr im
Blick hast. Du fühlst dich jetzt wohl in der Halle? Perfekt, das hilft auch deinem Selbstvertrauen.

„Stelle dir ein Highlight Video im Kopf zusammen!“

Entweder vor dem Spiel oder nach dem Warm-Up, wenn du noch einmal in die Kabine gehst, kannst du dir vorstellen, wie du wichtige
Würfe im Spiel triffst. Wenn du dir bereits zu Hause ein kleines „Highlight Video“ in deinem Kopf zusammengestellt hast und das
Visualisieren (sich vorzustellen etwas zu tun) auch schon geübt hast, kannst du so jederzeit und an jedem Ort darauf zurückgreifen und
gehst mit einem guten Gefühl aufs Feld. Betrete das Spielfeld auf jeden Fall immer optimistisch und mit positiver Körpersprache.

Was wenn es mal nicht läuft?

Wenn es mal nicht so läuft ist es vor allem wichtig die Konzentration zu behalten und locker zu bleiben. Wenn du dich ärgerst und dich im
Kopf selbst fertig machst, ist es schwer für dein Gehirn die nötige Feinmotorik zur Verfügung zu stellen, um sicher treffen zu können.
Am besten lenkst du dich ab und konzentrierst dich auf deine Defense oder darauf deine Mitspieler anzufeuern. Damit bleibst du positiv
und feuerst dich selbst an.

„Spiele gegen dich selbst, wenn du alleine trainierst!“

Je häufiger du knappe Spielsituationen im Training nachstellst, desto eher gelingt es dir im Spiel ruhig zu bleiben. Du hast das dann irgendwie schon einmal erlebt. Kreiere dir Spielsituationen, die du alleine durchspielen kannst. Bei Fehlwürfen bekommt z.B. der Gegner die Punkte. Oder du trainierst Buzzer Beater und nimmst dir vor Linienläufe zu machen, wenn du nicht triffst.

Wenn du einen Partner hast, umso besser. Spielt kurze 1 gegen 1 Spiele, damit es knapp ist und macht vorher aus, was der Verlierer machen muss.

Es müssen auch nicht immer Liegestütze oder Linienläufe sein – seid kreativ 😉

Du möchtest mehr zum Thema Wurftechnik erfahren?

Dann schaue dir unbedingt unseren Online Kurs [b] Basketball Wurftechnik Tutorial an! Wir haben ihn geupdatet und auf den neuesten Stand gebracht (2021)!

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Wurf

Shooter’s Mentality

Wie du in 7 Schritten deinen Wurf auf das nächste Level bringst!

DU MÖCHTEST EIN HERAUSRAGENDER WERFER WERDEN? Nein, wir werden Dir nicht sagen, dass es leicht wird, das wird es nicht. Im Gegenteil, ohne harte Arbeit und viel Durchhaltevermögen geht es nicht. Und trotzdem: eine Reihe von Faktoren, die Du gut lernen kannst zu kontrollieren bestimmen, ob du schneller als andere vorankommst und ob Du überhaupt weit genug kommen kannst. Das Thema Wurftechnik haben wir an dieser Stelle ausgelassen. Bei basketball-skills.de wirst Du in Kürze dazu noch ganz viele Informationen bekommen.

Mit diesem Ebook möchten wir Dir einen Wegweiser mitgeben, wie Du die mentale Stärke erlangen kannst, die Du brauchst, um ein besserer Werfer zu werden.

Du wirst gleich lernen, wie Du …
… in Deiner Trainingswoche Zeit für’s Werfen freiräumst und über die Anzahl der Wiederholungen Dein Selbstvertrauen steigerst,
… das Erlernte im Spiel umsetzen kannst

… Du gute Wurfentscheidungen im Spiel triffst
… Du an der Freiwurflinie die Nerven behältst, und welche entscheidenden Grundeigenschaften ein herausragender Werfer mitbringt.

Lade dir hier das eBook herunter!

Viel Spaß damit und liebe Grüße,

Team [basketball-skills]

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Knieprobleme beim Basketball?

Bundesliga Performance Coach Jorgo im Interview …

Ständige Richtungswechsel, Sprints und Sprünge. Unsere Knie sind unter Dauerbelastung und rufen oft Schmerzen hervor. Performance Coach Jorgo spricht mit uns über Methoden und Techniken, die er in der ersten Basketball Bundesliga anwendet.

Übrigens: Wer mehr Informationen zum Thema Präventionstraining beim Basketball haben möchte, der darf sich gerne unseren Kurs „GRIND SMART“ unter https://basketball-skills.de/praevention anschauen! 🙂

Beste Grüße,

Peter

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Shooting – der wichtigste Skill im Basketball

In der NBA hat in den letzten Jahren eine Revolution stattgefunden: Als in der Saison1979/80 die Dreierlinie eingeführt wurde, war nur etwa jeder zwanzigste Wurf ein Dreier. Heute: Mehr als jeder dritte! Und Analysten wie Kirk Goldsberry, Autor des Buches „Sprawlball“, gehen davon aus, dass es im Jahr 2025 über die Hälfte sein wird.

In diesem Artikel möchte ich euch etwas über den wichtigsten Skill im Basketball erzählen: Werfen. Aber warum ist der Wurf in der NBA eigentlich so wichtig? Und was bedeutet das für uns als Trainer, die nicht auf NBA-Niveau trainieren?

Zur ersten Frage: Dafür gibt es zwei Gründe. Einerseits gehören Distanzwürfe zu den effizientesten Abschlüssen im Basketball. Gleichzeitig eröffnet das hochprozentige Treffen von Würfen eine unglaublich große Palette andere Optionen. Shooting ist der Schlüssel, der ganz viele andere Fähigkeiten im Basketball erst „aufschließt“.

Aber der Reihe nach.

1. Warum Distanzwürfe in der Regel gute Würfe sind

Ist das ein guter Wurf? 

Und wenn ja: Was macht eigentlich einen guten Wurf aus?

Eine Prämisse dieses Artikels lautet, dass ein Wurf dann gut ist, wenn er möglichst viele Punkte generiert. Es gibt andere Kriterien – etwa ästhetisch ansprechenden Basketball zu präsentieren oder das Gefühl eines Teamspiels zu stärken – aber diese lassen wir für diese Betrachtung zunächst einmal außen vor.

Um die Erfolgswahrscheinlichkeit von Abschlüssen zu beschreiben, gibt es viele verschiedene Methoden und Kennziffern im Basketball. In der Regel wollen wir voraussagen, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein vergleichbarer Abschluss zu Punkten führt. Die einfachste Kennziffer ist sicherlich die Wurfquote. Wenn Spieler A 100 Würfe nimmt – wie viele wird er davon treffen? Die Wurfquote blendet jedoch viele Dinge aus: Unterschiedliche Würfe geben im Basketball unterschiedlich viele Punkte. Dazu kommen Nebeneffekte. Bei einem Korbleger kann ich gleichzeitig gefoult werden, ein Dreipunktewurf gibt im Erfolgsfall mehr Punkte als ein Wurf aus der Mitteldistanz.

Das ist der fundamentale Fehler der Wurfquote. Es ist nämlich gar nicht so entscheidend, wie häufig ein Spieler einen Wurf trifft, sondern wie viele Punkte er mit diesem Wurf erzielt. Ein Rechenbeispiel: Spieler A trifft 5 von 15 Distanzwürfen. Spieler B trifft 7 von 15 Würfen aus der Mitteldistanz. Welcher Spieler hat besser geworfen? Die Antwort muss in diesem Fall Spieler A lauten, denn er hat 15 Punkte erzielt gegenüber von nur 14 Punkten bei Spieler B erzielt. Spieler A hat 1,0 Points per Possession (PPP, also Punkte pro Abschluss oder Ballbesitz) erzielt. Spieler B erzielt nur 0,93 PPP.

Simple Rechenbeispiele wie diese lassen sich auf NBA-Basketball übertragen und mit Zahlen untermauern. Eine einzige NBA Offensive erspielte in der abgelaufenen Saison einen Wert  von über 1,0 Punkte pro Ballbesitz im Halbfeld – die Dallas Mavericks. Alle anderen Teams lagen deutlich darunter. Und die durchschnittliche Dreierquote? 35,7 Prozent, also 1,07 PPP. Ein NBA-Ballbesitz, der mit einem Dreier endet, ist damit deutlich effizienter als der Durschnitt aller Abschlüsse zusammengenommen. Besonders Dreier aus den Ecken und aus dem Catch-and-Shoot sind noch einmal deutlich effizienter.

Um noch einmal das obige Beispiel von James Harden aufzugreifen: In der abgelaufenen Saison traf Harden 37,3% seiner Stepback-Dreier, was zu 1,12 PPP führt. Das bedeutet, dass diese Würfe effizienter sind als eine durchschnittliche NBA-Offensive, ohne dass weniger talentierte Mitspieler den Ball erhalten müssen oder die Gefahr für Turnover besteht. 

Ein guter Wurf? Na klar!

2. Warum Distanzwürfe das Spiel öffnen 

Distanzwürfe sind also in der Regel effiziente Abschlüsse. Das drückt den Wert guter Schützen aber noch nicht einmal ansatzweise aus. Denn Shooting öffnet das Spiel. Auf Teamebene spricht man von Spacing, auf individueller Ebene von der Gravity, der Gefahr, die ein Spieler durch seinen Distanzwurf ausstrahlt.

Gravity bedeutet, dass Verteidiger einem Angreifer weniger Platz geben wollen, aus Angst, dieser könnte einen Distanzwurf loswerden. Das zeigt sich auf verschiedenen Ebenen: Verteidiger laufen härtere Closeouts, stehen enger im Deny und sinken weniger weit auf die Helpside ab. Das kann wiederum der Angreifer ausnutzen. Extrem aggressive Verteidiger können leichter aus dem Dribbling geschlagen werden, harte Closeouts können leichter attackiert werden, aggressive Deny-Defense kann per Backdoor-Cut bestraft werden. 

Das Paradebeispiel für individuelle Gravity in der NBA ist Steph Curry. Gegnerische Defenses richten ihre Verteidigungsstrategie an Curry aus, sobald er die Mittellinie überquert. In der folgenden Szene sieht man, wie Curry die extrem aggressive Verteidigung seines Gegners bestraft.

Harden verteidigt nach dem Switch des Pick-and-Rolls extrem eng, um Currys Pullup-Dreier zu erschweren. Curry kann so einfach per Dribbling vorbeiziehen und per Korbleger abschließen – auch wenn er diesen dann verlegt.

Dazu ein paar weitere Zahlen und eine rhetorische Frage: Wer ist der bessere Finisher am Korb – Steph Curry oder Kyrie Irving? Die Antwort ist deutlich: Curry. Über die Karriere gesehen trifft Curry Abschlüsse am Ring zu 64%, Irving nur zu 60%. Aber wir kennen doch alle die Videos, wie Irving unmögliche Abschlüsse gegen mehrere Verteidiger trifft und aus allen Winkeln erfolgreich abschließen kann! Ja. Aber es gehört eben gerade zu Currys Stärken, dass seine Verteidiger nicht am Korb stehen, weil sie ihm an der Dreierlinie auf den Füßen stehen. Currys Shooting öffnet diesen Aspekt seines Spiels erst, wie wir im Video oben gesehen haben.

Gravity hilft aber auch den Mitspielern. In der Regel sinken Verteidiger von guten Schützen nicht zu weit in die Helpside ab, sind weniger aggressiv in der Pick-and-Roll-Defense und erschweren es so der Verteidigung, den Korb zu beschützen und Druck auf den Ballhandler auszuüben. Der Wert guter Schützen geht somit weit über das hinaus, was sie allein mit ihren eigenen Distanzwürfen anrichten. Ein guter Schütze auf der Weakside ist die beste Ablenkung, die sich ein Ballhandler wünschen kann.

Auch hierbei gehört Steph Curry zu den Meistern.

Bei dieser Szene sollte man dringend einmal auf Currys Verteidiger Austin Rivers achten. Aus Angst vor Currys Shooting verteidigt der den Screen für Kevin Durant quasi gar nicht. Das Resultat: Durant ist völlig frei am Korb, Pass, Foul, Freiwürfe. Curry kriegt in dieser Szene nichts aufgeschrieben, keinen Punkt, kein Assist, aber sein Shooting ist es, das dieses Play erst möglich macht.

3. Warum Shooting der wichtigste Skill in der NBA ist

Aber macht das Shooting wirklich zum wichtigsten Skill im Basketball? Was ist mit der Rim Protection eines Rudy Goberts? Den Playmaking eines LeBron James? Dem Drive eines Giannis Antetokounmpo? Man kann sicherlich die These vertreten, dass die Fähigkeit der ersten Offensivoptionen der Top-Teams, Offensive für sich und andere zu generieren, wichtiger für Erfolg auf dem höchsten Level ist. Shooting wirkt dagegen eher in der Breite.

Die meisten NBA Teams haben nicht mehr als zwei oder drei wirklich gute Playmaker im Kader. Gleichzeitig auf dem Feld stehen davon meist nur zwei oder manchmal sogar nur einer. Den Ball in der Hand hat sowieso nur ein Spieler. Shooting dagegen ist ein Skill, der von jedem einzelnen Basketballspieler beherrscht werden kann – und sollte. Egal ob Big Man, Aufbauspieler oder Scorer auf dem Flügel, ob Superstar oder Rollenspieler – Werfen gehört heute zu den grundlegenden Fähigkeiten jedes Basketballspielers. Jeder einzelne Spieler auf jeder Position und in jeder Rolle würde von einem auch nur leicht verbesserten Distanzwurf direkt profitieren. Das unterscheidet das Shooting von allen anderen Fähigkeiten im Basketball. 

4. Und was bedeutet das für mich als Trainer?

Diese Erkenntnisse beschränken sich mitnichten auf NBA- oder Profibaskteball. Üblicherweise fungieren die Top-Ligen im Basketball als Trendsetter für die unteren Ligen und den Amateurbereich. In den letzten Jahren haben wir in der NBA zum Beispiel den Trend erlebt, kleinere, besser ausgebildete Spieler auf den großen Positionen spielen zu lassen anstatt größeren, physisch starken Spielern (Small Ball oder Skill Ball). Die Golden State Warriors von 2015/16 spielten bei ihrem Titelgewinn in ihren besten Phase ohne einen Spieler, der größer war als 2,03 Meter. Diese Entwicklung schlägt sich mittlerweile auch in den unteren Ligen bis hin zum Regionalliga- oder Oberliga-Bereich durch. Als Faustregel gilt: Je höher die Qualität und Professionalität einer Liga ist, desto schneller setzen sich die Entwicklungen aus den Top-Ligen auch in diesen durch.

Aber selbst in den untersten Ligen sind diese Entwicklungen auf die Dauer unaufhaltbar. Die Mathematik aus Punkt 1 bleibt auch im Regionalliga- oder Jugendbereich die gleiche, genauso wie die in Punkt 2 beschriebenen Verhaltensweisen der Verteidiger. Selbst wenn sich ein Trend aus dem Profibereich erst in zehn Jahren wirklich in der eigenen Liga zeigt: Die Spieler, die jetzt die Jugendmannschaften durchlaufen, sollen genau dann wichtige Rollen einnehmen und Leistungsträger sein.

Und die Möglichkeiten sind mannigfaltig. Junge Spieler müssen zum einen – natürlich –  Werfen lernen. Aber es gibt noch viele andere Bereiche, in denen ich meine Spieler schulen kann: Wie kann ich mich so bewegen, dass mein Shooting Räume für meine Mitspieler öffnet? Wie kann ich die besten Werfer verteidigen? Und wie ist eigentlich die Mathematik, die Basketball-Theorie, die hinter allem steht? Um Spielern die Geheimnisse und den Wert guten Shootings nahezubringen, muss ich diese erst einmal selbst verstehen.

Gerade als Jugendtrainer, aber auch in allen anderen Bereichen, sollte man immer ein Auge für die aktuellen Entwicklungen im Basketball auf dem höchsten Level haben. Und die prägende Entwicklung des NBA-Basketballs, aber auch in der Euroleague oder den Nationalmannschaften ist gerade nun einmal die wachsende Bedeutung des Shootings. Deswegen ist Shooting für mich der wichtigste Skill im Basketball – und sollte auch in der Spielerausbildung einen dementsprechend großen Raum einnehmen.

Autor: Julian Wolf

Twitter: @jul_flow

Passionierter Basketballer, Trainer, Schreiber, Fan

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Verletzungen vorbeugen für Basketballer/innen

Viele Male in meiner Trainerlaufbahn hatte ich Spieler mit langwierigen Verletzungen.

Wenn du Basketball liebst und spielen willst, aber nicht kannst, ist es das Schlimmste überhaupt. Wenn jemand, zum Beispiel, ständig Knieschmerzen hat, dann geht das an die Substanz – sowohl körperlich als auch psychisch.

Einer meiner Spieler ist vor einigen Jahren mit seiner langwierigen Verletzung jedenfalls fast verrückt geworden und ich beschloss ihm einen Sandsack in die Halle zu hängen, damit er zumindest wie ein Schwergewichtsweltmeister im Boxen, ohne allzu viel Bewegung, seine Aggressionen rauslassen konnte. Es hat gewirkt – aber natürlich nur kurzfristig.

Langfristig braucht jeder Basketballer ein Programm, das hilft, Verletzungen vorzubeugen und gleichermaßen beim Wiedereinstieg nach einer Verletzung hilft.

Speziell in dieser ungewöhnlichen Zeit des (Teil) Lockdowns, in der alle Hallen und größtenteils auch Freiplätze geschlossen sind, brauchen Basketballspieler ein Programm für zu Hause, das gute Grundlagen schafft.

Wer, wenn es wieder losgeht, von Null auf Hundert will, bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit körperliche Probleme. Die Vorbereitung auf die Belastung beim Basketball, z.B. Richtungswechsel und Sprünge, solltest du nicht unterschätzen!

Wir freuen uns daher extrem über das, was in diesem Jahr, in Zusammenarbeit mit BBL-Athletiktrainer Jorgo Chatzidamianidis, entstanden ist:

 Hier erfährst du mehr dazu: https://basketball-skills.de/praevention

Jorgo’s wichtigster Merksatz ist: „Gesundheit ist die Basis für deine Performance!“

Denn nur wer gesund ist, kann an allen Trainingseinheiten teilnehmen. Nur  wer gesund ist, kann in den Trainingseinheiten (und natürlich auch im Spiel) Vollgas geben und seine Skills dem „Stresstest“ unterziehen und sich so verbessern.

Unser Online Kurs hilft Basketballern die Grundlage für Leistungssteigerung zu schaffen und damit Verletzungen vorzubeugen!


‼ Wer wirklich daran interessiert ist, sich kontinuierlich im Basketball zu verbessern, oder auch im fortgeschrittenen Basketballalter noch möglichst lange zu spielen, sollte sich sein Programm nicht entgehen lassen. Das Programm ist für Newcomer und Routiniers gleichermaßen geeignet!

Jorgo hat sich speziell die Bereiche ausgesucht, bei denen es im Basketball häufig zu Problemen oder Verletzungen kommt :

✅Sprunggelenke
✅Kniegelenke
✅Rumpf / Hüfte
✅Schultergelenke

Mit der Kombination aus Erklärvideos, Demovideos zu jeder Übung und den dazugehörigen Trainingsplänen, bist du perfekt ausgestattet, um direkt, ganz ohne Fitnessstudio, mit dem Training loszulegen. Du hast dann für immer professionelle Trainingspläne zur Hand, die auf wissenschaftlichem Hintergrund beruhen und nur durch viel Praxiserfahrung in dieser Form zu Stande gekommen sind. Kein Suchen mehr im Internet! Stattdessen hast du die volle Sicherheit und die perfekte Demonstration der jeweiligen Übung jederzeit in deiner Membersarea bereit.

Hier bekommst du alle Infos: https://basketball-skills.de/praevention

Schicke uns gerne deine Fragen per Messenger, damit du möglichst schnell mit dem Training loslegen kannst!

P.S.: Wusstest du eigentlich, dass du höher springen kannst, wenn du das Abstoppen richtig trainierst?

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Was du über deinen Körper nicht weißt

und dir auch kein Trainer verrät.

Nun…fangen wir von vorne an, weil das Thema, je nach Betrachtungswinkel, ein wenig vielschichtig sein kann. Solltest du aber einmal verstanden haben, was sich dahinter verbirgt, wird sich die Sicht auf deinen Körper – und die Art und Weise wie du Bewegung wahrnimmst, für immer verändern.

Es wird den Effekt haben, dass du plötzlich verstehst, warum du dein Leben lang gewisse Bewegungsmuster bevorzugt hast und andere Bewegungen zwar ausführen konntest, sie dir aber nie so wirklich lagen.

Eine Gewohnheit ist, wenn du etwas schon so oft gemacht hast, dass es dein Körper besser weiß als dein Verstand.

Joe Dispenza aus „How to Control Your Mind“ (auf YouTube)

Das Gute ist: Es geht uns allen so. Jeder Mensch ist mit gewissen „Bewegungspräferenzen“ geboren, die ein hartes Merkmal darstellen, also nicht veränderbar sind.

Kleines Beispiel? Ich wette, dass du dich immer über die selbe Seite drehst, wenn du bei einem Linensprint drehst, um zurückzulaufen. Richtig? Bei mir ist es übrigens die linke Schulter. Natürlich kann ich mich über rechts drehen, aber instinktiv und wenn ich nicht darüber nachdenke… dann drehe ich mich zu 100% in meiner bevorzugten Drehachse.

So ist es auch bei unseren fiktiven Basketballern Vinzent und Kevin (ja, so alt bin ich). Beides begnadete Basketballer, die es lieben den Ball nach einem misslungenem Wurfversuch des Mitspielers aufzuräumen. Bewegungspräferenzen am Beispiel des Tip-Dunks gefällig? Don’t mind if I do!

Einleitung der Flugphase

Wenn Vinzent den Ball tip-dunkt, dann läuft er vom Flügel an. Noch zwei Schritte bis zum Abflug. Ein tiefer Schritt, den anderen setzt direkt daneben… die Arme schwingen von hinten nach vorne. Der Kopf geht in den Nacken… und er fokussiert den Ball. Aus einem satten, beidbeinigen Stand setzt er über den Schenkel zum Sprung an und…

Kevin? Kevin macht alles anders: Er ist sowieso etwas größer (was aber nichts mit seiner Präferenz zu tun hat) und steht unter’m Korb. Mit schon fast erhobenen Armen und einem Mini-Bodenkontakt aus den Waden, katapultiert er sich nach oben.

Man könnte fast sagen, dass Vinzent Energie aus dem Boden aufnimmt, während Kevin über einen kleinen Sprung seine „Sprungfeder“ erst auflädt. Quasi generiert Vinzent die Energie konzentrisch – also mit einer hohen Kontaktzeit zum Boden, um die Energie aus dem Inneren zu erzeugen, während Kevin plyometrisch springt – also eine kurze Kontaktzeit bevorzugt, um die bereits vorliegende Muskelspannung explosionsartig auszulösen.

So ungefähr sieht das aus:

Wie Vinzent zum Sprung ansetzt…
…und wie Kevin ansetzt.

Die bevorzugte Weise zu springen hat allerdings keinerlei Einfluss auf die Höhe des Sprungs. Es bedeutet nicht, dass konzentrische Springerinnen kategorisch höher kommen als Plyometrische, oder umgekehrt. Wer aber seine eigene Präferenz kennt, kann im Spiel je nach Situation gegensteuern, um das Maximum zu holen.

Kontaktphase mit dem Ball

Wir haben also gesagt, dass Vinzent es liebt, wenn seine Extremitäten sehr nah an seinem Körper sind – das sieht man auch an der Art und Weise wie er springt. Den Ball fängt er neben seinem rechten Ohr… der Ellenbogen ist angewinkelt und er zieht einmal mit dem Brustmuskel durch, um den Ball förmlich durch den Ring zu drücken. Bam!

Kevin dagegen nicht. Er fängt den Ball eher körperfern. Da hat er mehr Kontrolle. Wenn er zum Tip-Dunk ansetzt, dann ist es eher „Punch“. Ausgestreckte Gliedmaßen und Einknicken wie eine Blattfeder. Boom!

Vinzent braucht den Ball nah am Körper..

Kevin… nicht.

Die ultimative Erkenntnis

Natürlich handelt es sich hiebei um ein Modell, dass auf Beobachtungen basiert. Immer, wenn wir versuchen zu kategorisieren und die Welt in schwarz oder weiß zu sehen, bewegen wir uns am Rand. Daher ist es wichtig zu betonen, dass es sich hierbei um Bewegungspräferenzen handelt, deren Kenntnis dabei helfen können das Maximum aus einer Basketballspielerin zu holen. Selbst das bedeutet nur… das das Modell dabei hilft zu erkennen wie man sich in seinem naturell bewegt und die Stärken auszubauen, um ein besserer Basketballer zu werden.

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Podcast [basketball-skills] – #01

Was Dirk Nowitzki und die Counting Crows verbindet

Wie du weißt, handelt es sich beim Basketball Freiwurf um eine mentale, repetitive Ausführung, die viel Konzentration und Nerven erfordert. Nicht um sonst entscheiden sich Spiele an der Freiwurflinie. In diesem Podcast lernst du über eine Methode den Freiwurf einzuführen. Ob für dich oder deine Basketballerinnen und Basketballer.

Beispielsweise hat Nowitzki immer zum Rhythmus von „Mr. Jones“ Freiwürfe geworfen. Skill Development Coach Peter von [basketball-skills].de hat auch einen eigenen „Jingle“, der ihm hilft immer wieder die selbe Bewegung auszuführen.

Nicht um sonst müssen die neuronalen Brücken im Gehirn erst verknüpft werden. In diesem Beitrag erfährst du auch wir die Inhalte unseres Freiwurfkurses erarbeitet haben und in einen Mini-Kurs gepackt haben.

Viel Spaß damit und wie immer: Happy balling! 🙂